Burnout Kids

Burnout Kids

Überfordert das Prinzip Leistung unsere Kinder?
  • Sicher ist es ganz normal, dass der eine oder andere Schultag aufgrund von vielen Hausaufgaben oder einer Aneinanderreihung von Klausuren einmal stressiger verläuft als sonst.
  • Aber in der Regel folgen immer wieder Tage, an denen die Schüler ihre Freizeit trotz alltäglicher Herausforderungen genießen können.
  • Bei einigen Kindern und Jugendlichen ist allerdings das Gefühl der Erschöpfung vordergründig und verschwindet nach einer Phase der Regeneration nicht wieder.
  • Dieses Gefühl greift immer mehr Raum und entwickelt sich nach und nach zu einer negativen, depressiven Grundstimmung.
  • Müdigkeit und Konzentrationsschwäche, Gedächtnisschwierigkeiten und Kraftlosigkeit gehen meist voran, bis die Betroffenen merken, dass mit ihnen etwas nicht stimmt.
  • Das Problem hierbei ist: wenn man sich lange genug erschöpft fühlt, dann entwickelt sich unweigerlich eine Depression.
  • Einige von den Kindern und Jugendlichen beschreiben sich selbst als traurig, antriebslos, weinerlich und niedergeschlagen.
  • Durch ständiges Grübeln kommen oft Schlafstörungen hinzu – irgendwann wird das Fass überlaufen.
  • Teilleistungsstörungen, Aggressionen, aber auch Angst, Panik und Ausweglosigkeit entwickeln sich.
  • Diese Schüler sind mit den gegebenen Bedingungen überfordert.
  • In jedem Einzelfall müssen die Hintergründe für die Erschöpfungszustände und einhergehenden depressiven Verhaltensweisen ausreichend ausgelotet werden, sonst kann es schwerwiegende Folgen für Ihr späteres Leben haben.
  • Dabei ist es wichtig, das familäre Umfeld, ihr Schulleben und die Rahmenbedingungen mit einzubeziehen.

Mein Tipp:

Nehmen Sie die Rahmenbedingungen unter die Lupe:

Schüler:

  • Ist die gewählte Schulform die Richtige für den Betroffenen?
  • Wodurch fühlt sich der Schüler unter Druck gesetzt?
  • Gibt es Mobbingvorfälle?
  • Wieviel Selbstsicherheit hat der Schüler?
  • Wie sind die sozialen Kompetenzen des Schülers ausgeprägt?
  • Hat der Schüler Freunde?
  • Welchen Stellenwert hat der Schüler in seiner Familie?
  • Wieviel Halt, Verständnis und Liebe erhält der Schüler von seinen Eltern?

Pädagoge:

  • Wie reagieren Sie auf vermeintliche Fehler und Schwächen des Schülers?
  • Wieviel Verständnis und vor allem Achtung und Wertschätzung geben Sie dem Schüler?
  • Hat sich der Schüler Ihnen anvertraut, um über bestehende Sorgen, Gefühle und Ängste zu sprechen?
  • Haben Sie ein Gespräch mit den Eltern vereinbart?
  • Gibt es Möglichkeiten psychosozialer Gespräche in der Schule?

Wichtig:

Krankheitszustände dieser Art haben immer etwas mit Werten zu tun, mit Achtsamkeit und Selbstfürsorge, mit Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen. Den Kindern und Jugendlichen kann geholfen werden, wenn sie Stück für Stück lernen:

  • sich so zu akzeptieren, wie sie sind,
  • ihre innere Stimme wieder wahr zu nehmen,
  • sich kleine Ziele zu setzen, ohne sich zu überfordern,
  • sich Pausen zu gönnen, um sich bewusst zu entspannen,
  • für sich selbst Verantwortung zu übernehmen und nicht nach Maßstäben zu handeln, um von anderen die ersehnte Wertschätzung und Anerkennung zu erhalten,
  • dass übertriebener Ehrgeiz und Perfektionismus nichts mit Selbstliebe zu tun haben,
  • sich auch über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen.

 


Helfen Sie sich und dem Schüler aus der Überforderung heraus – verändern Sie Ihren Fokus und reflektieren Sie!

In Ihrem und dem Interesse der Schüler!

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