Verhaltensoriginelle Kinder

Verhaltensoriginelle Kinder

Sorgen Sie für Entspannung

Zu den psychischen Erkrankungen zählt man (lt Prof. Dr. Michael Schulte, Burnout-Kids):

  • Körperliche Beschwerden (ohne körperl. Diagnose)
  • Schlafstörungen
  • Angststörungen
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Posttraumatische Störungen
  • Depressionen
  • Teilleistungsstörungen
  • Essstörungen
  • ADHS
  • Burnout
  • Zwangsstörungen
  • Suchterkrankungen
  • Schizophrenie
  • Autismus

Es ist bekannt, dass leider viele junge Menschen unter 18 Jahren in Deutschland psychisch auffällig sind.

  • Immer wieder taucht die Frage auf, ob diese Störungen von innen oder von außen kommen.
  • Sicher ist anzunehmen, dass sich genetisch bedingte Störungen nicht einfach durch Verändern von Verhaltensmustern und äußeren Umständen bessern.
  • Verhaltensauffälligkeiten / Störungen (ausgen. gen. bedingte) finden Ihren Ursprung immer innen.
  • D.h., wie bereits auf der Seite „Burnout Kids“ beschrieben, spielen Werte eine große Rolle.
  • Diese beeinflussen das Leben und Stressverhalten unserer Kinder maßgeblich.
  • Welche Werte werden durch Eltern, Schule und Gesellschaft vermittelt?
  • Wie zufrieden sind die Kinder mit sich selbst?
  • Unsere Unzufriedenheit mit uns selbst geben wir oft durch unser Verhalten an andere weiter.
  • Viele Menschen glauben, dass sich Werte nur über pädagogisches Handeln vermitteln lässt.
  • Und wenn die Pädagogik dann an ihre Grenzen stößt, dann zweifeln die Pädagogen an ihrer Arbeit und an sich selbst.

Mein Tipp:

  • Liebe Pädagogen, im Rahmen meiner Selbständigkeit habe ich bereits Seminare zu diesem Thema gegeben und kann Ihnen versichern, dass Sie bei verhaltensauffälligen Kinder mit Pädagogik tatsächlich nur bedingt voran kommen.
  • Dies hat aber nichts mit Ihrem Können oder vermeintlichen Versagen zu tun.
  • Es hat etwas mit innerer Haltung, mit Respekt, Achtung, Anerkennung, Achtsamkeit, Vertrauen und Liebe zu tun.
  • Sein Sie sich gewiss, die Kinder wollen Sie nicht des Ärgers wegen auf die Palme treiben, sondern senden dadurch einen Hilfeschrei – auf das ihnen geholfen werde.
  • Was braucht nun so ein Kind bzw. was fehlt ihm? Nun, eben besagter Respekt, Selbstvertrauen und Liebe spielen die größte Rolle.
  • Natürlich weiß ich, dass Ihnen oft die Kraft fehlt, da Sie ja bereits so viel versucht haben.

Hier gibt es nur vier Möglichkeiten:

  • 1. Sie machen weiter wie bisher. (Das wird allerdings nichts bringen, da Sie ja schon alles ausprobiert haben und mit der Kraft am Ende sind.)
  • 2. Sie geben auf und resignieren. (Das Problem wird aber dadurch nicht gelöst.)
  • 3. Wenn möglich, holen Sie sich Hilfe und lassen eine Kollegin die Regie übernehmen. (Funktioniert solange, bis die nächste Herausforderung kommt.)
  • 4. Sie verändern Ihre Sichtweise und Ihr Verhalten. (Es wird sich etwas verändern.)

Sehen Sie es so:

  • Wenn in der Familie und dem Umfeld des Kindes etwas schief gelaufen ist, dann können Sie als Pädagogen nicht von heute auf morgen für Veränderung sorgen. (Bei manchen Kindern wird es vielleicht überhaupt keine sichtbaren Erfolge geben.)
  • Schrauben Sie Ihre Erwartungshaltung hinsichtlich des Kindes herunter und probieren Sie dennoch neue Herangehensweisen aus.
  • Dabei steht der Respekt gegenüber dem Kind an oberster Stelle: wenn Sie dem Kind keinen Respekt entgegenbringen, dann wird das Kind auch Sie nicht respektieren.
  • Lassen Sie Ihre Pädagogik im Sinne von Regeln mit hineinfließen, denn Regeln schaffen Sicherheit.
  • Nutzen Sie auch die Vielfalt von Entspannungstechniken – diese können wahre Wunder bewirken.
  • Und reflektieren Sie auch Ihr Verhalten jeden Tag.

Wie würden Sie sich fühlen, wenn:

  • Sie sich unsicher fühlen,
  • wenn Ihre sozialen Kompetenzen nicht gefördert werden,
  • wenn Sie kaum bzw. überhaupt kein Selbstvertrauen besitzen,
  • wenn Sie nicht gelernt haben, sich zu entspannen, um die Reize im Außen zu kompensieren,
  • wenn Ihnen immer nur negative Aufmerksamkeit und wenig Respekt entgegengebracht wird,
  • wenn Ihnen ein Stempel aufs Gesicht gedrückt wurde und einfach keine Chance besteht, aus dem Schlamassel herauszukommen?
  • Machen Sie es sich bewusst, dass Begegnung im Alltag eine wichtige Rolle spielt. In der Kommunikation untereinander finden sich die entscheidenden Impulse von Liebe und Hass, Interesse und Ablehnung, Vertrauen und Misstrauen.

 


Auch wenn Ihre Arbeit scheinbar nicht sofort Früchte trägt, geben Sie nicht auf.

Die Kinder nehmen Ihre Freundlichkeit wahr und irgendwann können auch Sie wieder in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

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